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Rundum geschützt: Sonnenschutz von innen und außen

Warum echter Sonnenschutz mehr ist als nur Sonnencreme

Jun 15, 2025
6 Minuten
Sommersonne hebt die Stimmung, steigert das Wohlbefinden und macht Aktivitäten im Freien gleich viel angenehmer. Doch so wohltuend sie auch ist, zu viel Sonne kann der Haut erheblich schaden. Die aggressiven UVA‑ und UVB‑Strahlen belasten die Haut und können Sonnenbrand, Sonnenallergien, vorzeitige Hautalterung, Hautkrebs sowie Störungen des Immunsystems begünstigen.
Umso wichtiger ist ein verlässlicher Sonnenschutz – damit du die warme Jahreszeit bedenkenlos genießen kannst.
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Sonnenschutz von außen: Cremes, Sprays und Gele im Überblick

Sonnencremes verlängern den natürlichen Eigenschutz der Haut, indem sie schädliche UV‑Strahlen deutlich reduzieren. Vollständig können sie diese jedoch nicht abblocken. Sonnenschutzmittel wirken auf zwei unterschiedliche Arten: chemisch oder mineralisch.

Chemische Sonnencremes

Chemische Sonnencremes sind die klassische Form des Sonnenschutzes. Die enthaltenen UV‑Filter wandeln die einfallenden UV‑Strahlen in Wärme um. Damit dieser Schutzmechanismus funktioniert, müssen die Inhaltsstoffe vollständig in die Haut einziehen. Aus diesem Grund wirkt der Sonnenschutz erst nach etwa 20 Minuten.

Einige chemische Filter werden kritisch betrachtet, weil sie in tiefere Hautschichten eindringen können. Stoffe wie Octylmethoxycinnamat, Oxybenzon und Octocrylen stehen im Verdacht, reaktive Sauerstoffverbindungen zu bilden. Diese können oxidativen Stress auslösen, also genau den Prozess, den UV‑Strahlen selbst verursachen.

Mineralische Sonnencremes

Mineralische Sonnencremes ziehen nicht in die Haut ein. Stattdessen bilden sie auf der Hautoberfläche einen Schutzfilm, der die Sonnenstrahlen mithilfe von Titan- oder Zinkpartikeln reflektiert. Dadurch gelangen keine Wirkstoffe in die Haut.

Mineralische Sonnencremes sind jedoch nicht automatisch die bessere Wahl. Einige Produkte enthalten sogenannte Nanopartikel. Diese sehr kleinen Partikel stehen im Verdacht, gesundheitliche Risiken zu bergen. Die Forschung dazu ist noch nicht abgeschlossen, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Nanopartikel über geschädigte Haut in den Blutkreislauf gelangen können. Welche Auswirkungen das haben könnte, ist bisher unklar. Produkte ohne Nanopartikel gelten dagegen als unbedenklich. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zu Sonnenschutzmitteln greifen, bei denen in der Zusammensetzung nicht der Begriff „nano“ angegeben ist.

Die Anwendung kann etwas anspruchsvoller sein. Mineralische Sonnencremes lassen sich oft schwerer verteilen und hinterlassen einen sichtbaren weißlichen Film auf der Haut. Ein Vorteil ist jedoch, dass sie sofort nach dem Auftragen wirken und kein Einwirkzeitraum notwendig ist.

Optimale Wirkung durch großzügiges Eincremen

Spare nicht an Sonnencreme. Für den ganzen Körper solltest du etwa die Menge eines Schnapsglases verwenden. Trage regelmäßig nach, mindestens alle zwei Stunden und zusätzlich immer nach dem Baden oder nach starkem Schwitzen, etwa beim Sport.

Als Orientierung für den passenden Lichtschutzfaktor gilt: Erwachsene sollten mindestens LSF 20 verwenden, für Kinder eignet sich LSF 50 am besten. Sehr helle oder empfindliche Haut braucht grundsätzlich einen höheren Schutz als vorgebräunte oder von Natur aus dunklere Haut.

Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel sich die natürliche Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Je nach Hauttyp liegt diese zwischen etwa 10 und 40 Minuten. Kannst du dich beispielsweise 10 Minuten ohne Schutz in der Sonne aufhalten, wird diese Zeit mit LSF 30 theoretisch auf 300 Minuten verlängert. Entscheidend ist jedoch, gleichmäßig und großzügig eincremen.

Trotzdem ist auch der beste Sonnenschutz irgendwann ausgeschöpft. Wenn dieser Punkt erreicht ist, hilft nur noch eines: den Schatten aufsuchen.

Sonnenschutz von innen dank antioxidativer Nährstoffe

Sonnencremes haben viele Nachteile: Sie müssen ständig aufgetragen werden, sind manchmal klebrig, ziehen schlecht ein und enthalten oft bedenkliche chemische Filter oder Nanopartikel. Sonnenschutz von innen ist da eine gute Ergänzung. Wichtig: Es ist lediglich eine Ergänzung und kein Ersatz.

Antioxidantien schützen die Haut von innen vor Sonne. Sie fangen die aggressiven Sauerstoffverbindungen (Oxidantien), die durch UV-Strahlen entstehen, ein und machen sie unschädlich. Antioxidantien sind deshalb eine gute Ergänzung zum „normalen“ Sonnenschutz im Schatten oder mit Sonnencreme.

Antioxidantien sind zum Beispiel in Tomaten, Olivenöl, Heidelbeeren und grünem Tee enthalten.

Astaxanthin fängt UV-Strahlen ein

Astaxanthin agiert überall im Körper in jeder einzelnen Zelle sehr schnell und kann freie Radikale unschädlich machen. Das kommt den Gelenken und Organen und eben auch der Haut zugute. So kannst du eventuell auch einem Sonnenbrand besser vorbeugen.

Um den Sonnenschutz zum Beispiel vor dem Urlaub von innen zu unterstützen, empfehlen Experten die Einnahme von vier Milligramm täglich über vier Wochen hinweg. Zusätzlich solltest du aber auch immer weitere Sonnenschutzmaßnahmen anwenden. Astaxanthin ersetzt keineswegs die Sonnencreme!

Astaxanthin ist fettlöslich. Nimm Astaxanthin am besten mit etwas Ölhaltigem zu dir, um die Aufnahme zu verbessern. Die Vitamaze-3-Monatskur Astaxanthin beinhaltet 90 vegane Kapseln mit wertvollem Astaxanthin aus der Blutregenalge (Haematococcus pluvialis) – ohne tierische Gelatine, Glyzerin, Gluten und andere Allergene.

Der sicherste Schutz vor UV-Strahlung: Schatten

Eigentlich ganz einfach: Der beste Schutz vor der Sonne ist, sie zu meiden. Schatten ist der beste Freund deiner Haut. Kein oxidativer Stress, kein Sonnenbrand, keine Falten und kein ständiges Nachcremen. Einfacher geht es nicht.

Meide vor allem die intensivste Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr. Doch auch am Morgen und am späten Nachmittag kann die Sonne noch überraschend stark sein. Suche deshalb so oft wie möglich den Schatten auf. Zusätzlich bieten lange Kleidung und Hüte einen wirkungsvollen Schutz vor zu viel UV-Strahlung.

Wer besonders empfindlich auf Sonne reagiert, sollte sofort in den Schatten wechseln. Wenn du beispielsweise lange keine Sonne gesehen hast und dich dann plötzlich sehr lange sonnst, kann die Haut gereizt reagieren und rote, juckende Flecken und Pusteln bilden. Das ist eine polymorphe Lichtdermatose, die umgangssprachlich Sonnenallergie genannt wird. Die Therapie ist einfach: guter Sonnenschutz und viel Schatten.

Sonnenschutz für Kinder und Babys

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist noch sehr dünn und empfindlich. Aggressive Sonnenstrahlen können da schnell zu Hautreizungen und Sonnenbrand führen. Das ist nicht nur unangenehm und mitunter schmerzhaft. Es ist auch gefährlich. Denn die Haut vergisst nie. Sonnenbrand in der Kindheit kann im Erwachsenenalter zu Hautkrebs führen. Ein großer Teil der lichtbedingten Hautschäden entsteht in der Kindheit. Deshalb ist konsequenter Sonnenschutz so wichtig.

Kinder sind oft und lange in der Sonne, viel häufiger als Erwachsene. Um den kleinen „Sonnenschein“ beim Spielen, Toben und Schwimmen im Freien gut zu schützen, helfen diese Sonnenschutz-Tipps:

• Schatten: Konsequentes Spielen im Schatten ist der beste Sonnenschutz. Aber Achtung: Sonnensegel und Sonnenschirme lassen noch überraschend viel UV-Strahlung durch. Auch ein bedeckter Himmel schützt nicht vor Sonnenbrand. Geh mit deinem Kind in den „richtigen“ Schatten, den zum Beispiel ein Haus oder ein großer Baum wirft. Die ersten zwei Jahre sollten sich Babys ohnehin nicht direkt in der Sonne aufhalten.

• Halte Siesta: Meide die Mittagshitze. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Sonne besonders aggressiv. Die schädliche UV-Strahlung ist dann am stärksten.

• Cremen, cremen, cremen: Trage bei deinem Kind regelmäßig Sonnencreme auf. Mindestens alle zwei Stunden und zusätzlich noch, nachdem es baden war oder stark geschwitzt hat.

• Gut behütet: Ein Sonnenhut ist unverzichtbar, besonders für Babys. Ihre Haare sind oft noch dünn und spärlich, sodass die Sonne direkt auf die empfindliche Kopfhaut trifft. Das kann schnell zu schmerzhaften Verbrennungen führen. Ideal sind Hüte oder Mützchen mit einer breiten Krempe im Nacken und an der Stirn. So werden Kopfhaut, Nacken und Gesicht zuverlässig vor der Sonne geschützt.

• Gut gekleidet: Wenn möglich, zieh deinem Kind etwas Langes und Luftiges an. Dunkle Farben halten mehr UV-Strahlen auf, helle etwas weniger. Es gibt auch sehr schöne UV-Schutzbekleidung für Kinder. Du kannst die noch sehr empfindlichen Augen deines Kindes mit einer Sonnenbrille schützen. Manche Babys mögen jedoch keine Brille. Wenn dein Baby damit gut zurechtkommt umso besser.

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